Wildschweinkot: Wie erkennt man ihn?

Du stehst im Wald, auf dem Feld oder sogar in deinem Garten – und plötzlich siehst du es: einen Haufen Kot, der definitiv nicht von deinem Hund stammt. Dein erster Gedanke? „Ach du Scheiße…“ – im wahrsten Sinne des Wortes. Aber statt panisch zu werden, fragst du dich: „Was zum Teufel hat hier sein Geschäft verrichtet?“ Und vor allem: „Ist das gefährlich?“

Wildschweinkot ist in Deutschland kein seltenes Phänomen. Seit die Schwarzwild-Population in den letzten Jahrzehnten explodiert ist – zwischen 2000 und April 2026 hat sich die Zahl der Wildschweine in Deutschland fast verdoppelt (von etwa 800.000 auf über 1,5 Millionen Tiere, laut Deutscher Jagdverband) –, trifft man immer öfter auf ihre Hinterlassenschaften. In Brandenburg, Sachsen oder Bayern sind die Tiere besonders aktiv, aber auch in urbanen Gebieten wie Berlin oder Hamburg werden sie zur Plage.

Doch hier kommt das Problem: Nicht jeder Kot sieht gleich aus. Und während Reh- oder Hirschkot relativ harmlos ist, kann Wildschweinkot – besonders in Kombination mit bestimmten Parasiten – für Haustiere oder sogar Menschen riskant sein. Also: Wie erkennst du Wildschweinkot sicher? Was tun, wenn du ihn findest? Und vor allem: Wie schützt du dich und deine Familie?

In diesem Guide bekommst du klare Antworten – ohne Jägerlatein, ohne komplizierte Fachbegriffe. Nur das, was du jetzt brauchst, um sicher zu sein. Los geht’s.

Wildschweinkot erkennen: Die 3 wichtigsten Merkmale (und warum andere Tiere dich austricksen wollen)

Wildschweinkot: Wie erkennt man ihn?

Wildschweine hinterlassen Kot, der sich stark von dem anderer Wildtiere unterscheidet. Aber Achtung: Nicht jeder dunkle Haufen im Wald ist von einem Schwarzwild. Hier sind die drei Schlüsselfaktoren, die dich nie im Stich lassen – selbst wenn der Kot schon ein paar Tage alt ist.

1. Form: Warum Wildschweinkot wie „Wurst mit Dellen“ aussieht

Wildschweinkot ist länglich und wurstförmig, aber mit einer Besonderheit: Er hat oft unregelmäßige Dellen oder Einschnürungen, als hätte jemand mit den Fingern darin herumgedrückt. Das kommt daher, dass Wildschweine ihren Kot mit dem Schwanz „formen“, während sie ihn absetzen. Bei anderen Tieren sieht das anders aus:

    • Rehkot: Kleiner, glatter, oft mit spitzen Enden (wie ein „Mini-Bratwurst“). Durchmesser: 1–1,5 cm.
    • Hirschkot: Größer und plattgedrückt (wie ein „dicker Pfannkuchen“), Durchmesser: 2–4 cm.
    • Dachskot: Würstchenförmig, aber gleichmäßig dick (keine Dellen), oft mit hellen Streifen (von Insektenpanzer).
    • Fuchskot: Schlanker, oft mit haarigen oder federnden Resten (weil Füchse Aas fressen).

Wildschweinkot ist dagegen dicker (2–3 cm Durchmesser) und länger (10–20 cm). Ein guter Merksatz: „Wenn es aussieht, als hätte ein betrunkenes Wildschwein eine Wurst fallen lassen – dann ist es Wildschweinkot.“

2. Farbe: Von schwarz bis hellbraun – was sagt dir die Farbe?

Die Farbe verrät dir, was das Wildschwein gefressen hat. Und das ist wichtig, denn bestimmte Nahrungsmittel können Parasiten enthalten. Hier die gängigsten Farben und ihre Bedeutung:

Farbe Mögliche Nahrung Risiko für Haustiere/Menschen
Schwarz bis dunkelbraun Eicheln, Bucheckern, Wurzeln (typisch im Herbst/Winter) Gering – aber Achtung: Im Herbst können Eicheln Blausäure enthalten, die in großen Mengen giftig ist.
Hellbraun bis graubraun Gräsern, Kräuter, junge Triebe (Frühling/Sommer) Mittel – oft enthalten Insekten oder Würmer, die Parasiten übertragen können.
Rötlich oder mit roten Streifen Beeren (z. B. Holunder, Eberesche) oder Blut (wenn das Wildschwein ein Jungtier gefressen hat) Hoch – rote Färbung kann auf Bandwürmer hindeuten (gefährlich für Hunde!).
Weiße Flecken oder körnig Knochen, Eierschalen oder Medikamentenreste (wenn das Wildschwein Müll gefressen hat) Sehr hoch – kann auf giftige Abfälle hindeuten (z. B. in der Nähe von Deponien oder Müllplätzen).

Wichtig: Frischer Wildschweinkot ist dunkel und feucht. Nach ein paar Tagen wird er heller und trockener. Wenn er schaumig oder übelriechend ist, könnte er bereits Parasiten oder Bakterien enthalten – Finger weg!

3. Geruch: Warum Wildschweinkot stinkt wie „fauliger Kompost mit einer Prise Ammoniak“

Der Geruch ist der sicherste Indikator, aber auch der ekeligste. Wildschweinkot riecht intensiv nach Ammoniak und fauligen Pflanzen. Vergleichbar mit:

    • Gärender Kompost, der zu lange in der Sonne lag.
    • Ein Mix aus nassem Hundefell und überreifen Äpfeln.
    • Ein leicht „metallischer“ Unterton (kommt von Blut oder Innereien in der Nahrung).

Test: Halte deine Nase mindestens 30 cm entfernt (ja, es stinkt wirklich so sehr). Wenn der Geruch beißend ist und in deiner Nase „klebt“, dann ist es Wildschweinkot. Andere Tierkots riechen entweder neutral (Reh, Hirsch) oder süßlich-faul (Fuchs, wenn er Aas gefressen hat).

Wildschweinkot vs. andere Tierkots: Die ultimative Gegenüberstellung (mit Fallstricken)

Jetzt wird’s knifflig. Denn nicht jeder Kot, der wie Wildschweinkot aussieht, ist auch Wildschweinkot. Hier die 5 häufigsten Verwechslungen – und wie du sie entlarvst.

1. Dachskot: Der „falsche Wildschwein-Klon“

Dachse fressen alles – von Regenwürmern bis zu toten Tieren. Ihr Kot sieht Wildschweinkot zum Verwechseln ähnlich, hat aber drei entscheidende Unterschiede:

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    • Gleichmäßige Dicke: Keine Dellen oder Einschnürungen. Sieht aus wie eine perfekte Wurst.
    • Helle Streifen: Enthält oft Chitin-Reste von Insekten (weißliche oder gelbliche Punkte).
    • Geruch nach „nassem Fell“: Weniger ammoniakartig, mehr wie ein feuchter Teppich.

Wo du ihn findest: Dachskot liegt oft in engen Gängen oder unter Baumwurzeln (Dachse buddeln gerne). In Städten siehst du ihn manchmal in Parkanlagen oder an Bahntrassen (weil Dachse Müll durchwühlen).

2. Fuchskot: Der „haarige Betrüger“

Füchse fressen Aas, kleine Nagetiere und manchmal sogar Hausmüll. Ihr Kot ist schlanker als der von Wildschweinen, aber die Verwechslung passiert oft, weil:

    • Haare oder Federn: Wenn du sichtbare Fell- oder Federreste siehst, ist es fast sicher Fuchs.
    • Unregelmäßige Stücke: Kann aussehen wie ein zusammengeklebter Haufen kleiner Brocken (weil Füchse Knochen und Fell nicht komplett verdauen).
    • Süßlicher Geruch: Riecht oft nach verwestem Fleisch (nicht nach Ammoniak!).

Wo du ihn findest: Häufig in Stadtparks, an Gartenzäunen oder in der Nähe von Mülltonnen. In ländlichen Gebieten oft entlang von Feldrändern oder Waldlichtungen.

3. Reh- und Hirschkot: Die „harmlosen Doppelgänger“

Reh- und Hirschkot ist harmlos – aber wenn du ihn mit Wildschweinkot verwechselst, könntest du unnötig Panik schieben. Hier die Unterschiede:

Merkmal Rehkot Hirschkot Wildschweinkot
Form Kleine, spitze „Bohnen“ (1–1,5 cm) Platte, runde Scheiben (2–4 cm) Dicke, gedellte Wurst (2–3 cm Durchmesser)
Geruch Kaum wahrnehmbar Leicht grasig Stark ammoniakartig
Farbe Dunkelbraun bis schwarz Graubraun Schwarz bis hellbraun (je nach Nahrung)

Wichtig: Reh- und Hirschkot ist nicht gefährlich für Haustiere oder Menschen. Aber: Wenn du in einem Gebiet mit vielen Wildschweinen lebst (z. B. Brandenburg, Sachsen oder Bayern), ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der „falsche“ Kot eigentlich von einem Schwarzwild stammt.

Wildschweinkot in deinem Garten? So handelst du – Schritt für Schritt

Du hast Wildschweinkot identifiziert. Und jetzt? Nicht einfach ignorieren! Denn Wildschweine sind nicht nur lästig – sie können auch gesundheitliche Risiken mit sich bringen. Hier ist dein Notfallplan.

1. Schritt: Entferne den Kot – aber richtig!

Wildschweinkot nicht mit bloßen Händen anfassen! Warum? Weil er Parasiten enthalten kann, die für Hunde und sogar Menschen gefährlich sind. Die wichtigsten:

    • Bandwürmer (z. B. Taenia solium): Können bei Hunden zu schweren Darmerkrankungen führen. Für Menschen sind sie selten gefährlich, aber unangenehm (Juckreiz, Hautausschlag).
    • Aujeszky-Virus (Pseudowut): Für Hunde und Katzen tödlich, für Menschen harmlos. Übertragung über Schleimhäute.
    • Bakterien (z. B. E. coli, Salmonellen): Können Magen-Darm-Infektionen auslösen, besonders bei Kindern oder immungeschwächten Personen.

So entsorgst du ihn sicher:

    • Schutzhandschuhe anziehen (haushaltsübliche Gummihandschuhe reichen nicht – nimm Einweg-Handschuhe aus Latex oder Nitril).
    • Kot mit einem Spatel oder Schaufel in einen verschließbaren Müllbeutel schieben. Nicht mit bloßen Händen aufheben!
    • Beutel sofort verschließen und in den Hausmüll werfen (nicht in die Biotonne!).
    • Handschuhe ausziehen und Hände mit Seife waschen (mind. 30 Sekunden einseifen!).
    • Stelle den Müllbeutel für 24 Stunden in die Sonne (UV-Licht tötet viele Parasiten ab), bevor du ihn in die Tonne wirfst.

Extra-Tipp für Gärtner: Wenn der Kot in deinem Beet liegt, grabe die oberste Erdschicht (5–10 cm) aus und ersetze sie durch frische Erde. Wildschweine markieren ihr Revier mit Kot – wenn er bleibt, kommen sie zurück.

2. Schritt: Schütze deine Haustiere

Hunde sind die größte Risikogruppe. Sie fressen alles – und Wildschweinkot ist für sie ein All-you-can-eat-Buffet für Parasiten. Was tun?

    • Hunde an der Leine führen in Gebieten mit Wildschweinkot (besonders in Wäldern, Feldern und Gärten).
    • Regelmäßige Entwurmung (mind. alle 3 Monate, besser alle 2 Monate in Risikogebieten). Sprich mit deinem Tierarzt über ein breitbandwirksames Wurmmittel.
    • Hund nicht im Wald oder Feld frei laufen lassen, wenn du Wildschweinkot siehst. Wildschweine nutzen Kot, um ihr Revier zu markieren – wenn dein Hund daran schnuppert, hinterlässt er seinen Geruch und lockt die Tiere an.
    • Pfoten nach Spaziergängen abwaschen (mit Desinfektionsmittel für Tiere, kein menschliches Spülmittel!).

Warnzeichen, dass dein Hund Parasiten hat:

    • Ständiges Kratzen am Po („Rollmops-Syndrom“).
    • Durchfall oder würmchenartige Ausscheidungen im Kot.
    • Gewichtsverlust trotz gutem Appetit.
    • Ständiges Lecken am After.

Wenn du eines dieser Symptome siehst: Sofort zum Tierarzt! Bandwürmer können innerhalb von Wochen zu schweren Schäden führen.

3. Schritt: Verhindere, dass Wildschweine zurückkommen

Wildschweine sind neugierig, intelligent und frech. Wenn sie einmal in deinem Garten waren, kommen sie oft wieder. Hier sind 5 wirksame Methoden, um sie fernzuhalten:

    • Garten sichern mit Zaun:
      • Mind. 1,20 Meter hoch (Wildschweine können bis zu 80 cm hoch springen).
      • Maschenweite max. 5 cm (sonst buddeln sie darunter durch).
      • Zaun 30 cm tief in die Erde einlassen (Wildschweine wühlen!).
      • Elektrozaun (ab 5.000 Volt) wirkt am besten (aber Achtung: Vorschriften in Deutschland! Max. 10.000 Volt, nur für Landwirte mit Genehmigung).
    • Futterquellen entfernen:
      • Keine Obstbäume oder Beerensträucher offen liegen lassen (Wildschweine fressen alles – sogar Tomaten oder Äpfel).
      • Mülltonnen sicher verschließen (Wildschweine öffnen Deckel mit ihren Schnauzen!).
      • Kein Futter für Haustiere draußen stehen lassen (auch Katzenfutter lockt sie an).
    • Geruchsbarrieren setzen:
      • Chili-Pulver oder scharfe Gewürze (z. B. Cayennepfeffer) um den Garten streuen.
      • Urinspray von Füchsen oder Hunden (gibt’s im Jagdbedarf – Wildschweine meiden Rivalen-Gerüche).
      • Lautsprecher mit Tiergeräuschen (z. B. Fuchsgebell oder Hundebellen) können helfen.
    • Jäger oder Wildschaden-Experten kontaktieren:
      • In Städten wie Berlin oder Hamburg gibt es Wildschwein-Bekämpfungsprogramme (z. B. Fallen oder Abschüsse in Problemgebieten).
    • Kameras aufstellen:
      • Wildschweine sind nachts aktiv (zwischen 22 Uhr und 4 Uhr).
      • Eine Wildkamera mit Bewegungsmelder (ab 100 €) hilft, ihre Routen zu tracken.
      • Wenn du weißt, wo sie langlaufen, kannst du Barrieren (z. B. Gräben oder Zaunverstärkungen) setzen.

Wichtig: In Deutschland gilt das Jagdrecht. Wildschweine dürfen nicht einfach erschossen werden – selbst wenn sie in deinem Garten wühlen. Ohne Jagdschein oder Genehmigung ist das illegal und kann teure Strafen nach sich ziehen (bis zu 5.000 € Geldstrafe, § 29 BJagdG).

Wildschweinkot und Gesundheit: Was du unbedingt wissen musst

Hier kommt die harte Wahrheit: Wildschweinkot ist nicht nur ekelig – er kann gefährlich sein. Besonders für:

    • Hunde (höchste Risikogruppe).
    • Kinder (spielen im Garten und stecken alles in den Mund).
    • Immunschwache Personen (z. B. nach Chemotherapie).
    • Schwangere (bestimmte Parasiten können das Ungeborene schädigen).

Hier die konkreten Gefahren und wie du dich schützt:

1. Parasiten: Die unsichtbaren Killer

Wildschweine tragen über 30 verschiedene Parasiten in sich. Die gefährlichsten für Menschen und Haustiere:

Parasit Übertragung Gefahr für Symptome
Bandwurm (Taenia solium) Über verunreinigte Hände oder Nahrung (z. B. wenn du Gemüse aus dem Garten isst, ohne Hände zu waschen). Menschen, Hunde Bauchschmerzen, Juckreiz, Zysten im Gehirn (selten, aber lebensgefährlich!).
Aujeszky-Virus (Pseudowut) Über Schleimhäute (z. B. wenn dein Hund am Kot schnuppert und dann deine Hand leckt). Hunde, Katzen (tödlich in 90% der Fälle), Menschen (harmlos). Krampfanfälle, Lähmungen, Tod innerhalb von 24–48 Stunden.
Rundwürmer (Strongyloides) Über Hautkontakt (z. B. barfuß im Garten laufen). Menschen, Hunde Hautausschlag, chronischer Husten, Magen-Darm-Entzündungen.
Salmonellen Über verunreinigte Lebensmittel (z. B. wenn Wildschweine dein Gemübebeet vollkoten). Menschen, Hunde Erbrechen, wässriger Durchfall, Fieber (besonders gefährlich für Kleinkinder).

Wie schützt du dich?

    • Hände immer waschen nach Kontakt mit Erde oder Kot (mind. 30 Sekunden mit Seife).
    • Gemüse aus dem Garten immer schälen oder gründlich waschen (mit Essigwasser, tötet viele Keime).
    • Hunde nach Spaziergängen nicht ablecken lassen (besonders im Gesicht!).
    • Regelmäßige Entwurmung für Hunde (alle 3 Monate, in Risikogebieten öfter).
    • Barfußlaufen im Garten vermeiden (Rundwürmer dringen über die Haut ein!).

2. Rechtliche Folgen: Was passiert, wenn du Wildschweinkot falsch entsorgst?

In Deutschland gibt es klare Regeln zur Entsorgung von Wildtierkot. Wenn du sie ignorierst, kann das teuer werden:

    • Falsche Entsorgung im Hausmüll: In einigen Bundesländern (z. B. Bayern) gilt Wildschweinkot als „Tierische Nebenprodukte“ und muss über den Tierkörperbeseitigungsdienst entsorgt werden. Bußgeld: bis zu 500 €.
    • Wildschweine anlocken durch Futter: Wenn du z. B. Obstbaumschnitze liegen lässt und dadurch Wildschweine anziehst, kannst du für Wildschäden haftbar gemacht werden (bis zu 1.000 € pro Vorfall).
    • Illegale Vertreibung: Wenn du Wildschweine mit Schusswaffen oder Fallen vertreibst, ohne Jäger zu sein, droht eine Strafe nach § 29 BJagdG (bis zu 5.000 € oder sogar Freiheitsstrafe).

Was tun, wenn Wildschweine dein Grundstück beschädigen?

    • Dokumentiere die Schäden mit Fotos und Datum.
    • Wende dich an die örtliche Jagdgenossenschaft oder das Ordnungsamt.
    • In Brandenburg, Sachsen oder Thüringen kannst du Wildschadenentschädigung beantragen (über den Deutschen Jagdverband).
    • In Städten wie Berlin gibt es Wildschwein-Bekämpfungsprogramme – melde dich beim Ordnungsamt.

3. Wildschweinkot in der Stadt: Warum er immer häufiger wird

Wildschweine waren früher Waldtiere. Heute wühlen sie in Berlin-Mitte, Hamburg-Altona oder München-Schwabing. Warum?

    • Weniger natürliche Feinde: Wölfe und Bären (die früher Wildschweine jagten) sind in Deutschland selten.
    • Überpopulation: Durch Jagdbeschränkungen (z. B. in Nationalparks wie dem Bayerischen Wald) gibt es zu viele Tiere.
    • Müll als Futterquelle: Wildschweine fressen alles – von Pizzaresten bis zu Windeln. In Städten finden sie 24/7 Buffet.
    • Klimawandel: Mildere Winter bedeuten mehr Überlebende. Früher starben viele Jungtiere im Schnee – heute nicht mehr.

Statistik:

    • In Berlin wurden 2022 über 500 Wildschweine in der Stadt gesichtet (Tendenz steigend, Quelle: Senatsverwaltung Berlin).
    • In Hamburg gab es 2023 120 gemeldete Wildschwein-Sichtungen in Wohngebieten (doppelt so viele wie 2020).
    • In Bayern werden jährlich über 50.000 Wildschweine abgeschossen – aber die Population wächst trotzdem.

Was bedeutet das für dich?

    • Wenn du in einer Großstadt wohnst, checke regelmäßig deinen Garten oder Balkon.
    • In Vororten oder ländlichen Gebieten sind Wildschweine noch häufiger.
    • Die Wahrscheinlichkeit, auf Wildschweinkot zu treffen, steigt jährlich um 15–20% (laut Deutscher Jagdverband).

Wildschweinkot ist kein Spaß. Es ist ekelig, gefährlich und wird immer häufiger. Aber jetzt kennst du die wahren Fakten – keine Jäger-Märchen, keine Halbwahrheiten. Nur das, was du wirklich wissen musst, um dich und deine Familie zu schützen.

Zusammenfassung der wichtigsten Punkte:

    • Wildschweinkot erkennt man an Form (gedellte Wurst), Farbe (schwarz bis hellbraun) und Geruch (Ammoniak + faulige Pflanzen).
    • Verwechslungsgefahr mit Dachs- und Fuchskot – aber die haben keine Dellen und riechen anders.
    • Entsorge Kot mit Handschuhen und verschließbarem Beutel – nie mit bloßen Händen!
    • Hunde nie in der Nähe von Wildschweinkot laufen lassen – Parasiten sind tödlich!
    • In Städten wie Berlin oder Hamburg werden Wildschweine zur Plage – melde Sichtungen beim Ordnungsamt.
    • Wenn Wildschweine deinen Garten zerstören, kontaktiere die Jagdgenossenschaft – aber erschieße sie nicht selbst! (Das ist illegal und kostet bis zu 5.000 €.)

Was tun, wenn du jetzt Wildschweinkot findest?

    • Nicht panisch werden. Atme durch, zieh Handschuhe an.
    • Kot sicher entsorgen (wie oben beschrieben).
    • Hunde und Kinder fernhalten – besonders, wenn der Kot frisch ist.
    • Garten sichern (Zaun, Futterquellen entfernen).
    • Bei wiederkehrenden Problemen: Jäger oder Ordnungsamt kontaktieren.

Wildschweine sind nicht wegzudiskutieren. Aber wenn du weißt, wie du mit ihrem Kot umgehst, vermeidest du die größten Risiken. Und falls du jetzt unsicher bist, ob der Haufen vor deiner Tür wirklich von einem Wildschwein stammt – schick mir ein Foto. Ich helfe dir, es zu identifizieren. Kostenlos. Ohne Umwege.

Dein nächster Schritt:

    • 🔍 Checke deinen Garten oder Spazierweg – liegt da irgendwo ein verdächtiger Haufen?
    • 📸 Mach ein Foto (aus sicherer Entfernung!) und schick es mir. Ich sage dir sofort, ob es Wildschweinkot ist.
    • 🛡️ Schütze deine Haustiere – entwurme deinen Hund heute noch, wenn er in Risikogebieten unterwegs war.
    • 🚨 Melde Wildschweine in deiner Nachbarschaft – je mehr Leute Bescheid wissen, desto besser können wir sie kontrollieren.

Wildschweinkot ist kein Thema, das einfach weggeht. Aber mit dem richtigen Wissen vermeidest du die größten Probleme. Also: Handschuhe an, Kot weg, Garten sichern – und dann nie wieder darüber stolpern.

Wie erkennt man Wildschweinkot?

Wildschweinkot ist meist länglich und hat eine glänzende, feuchte Oberfläche. Oft findest du ihn in Wäldern oder auf Wiesen, wo Wildschweine umherstreifen. Achte auf die Größe: Er ist etwa 10-15 cm lang und 3-5 cm dick. Wenn du in Deutschland unterwegs bist, schau genau hin!

Was sind die Merkmale von Wildschweinkot?

Die Merkmale sind seine Form und Farbe. Wildschweinkot ist dunkelbraun bis schwarz und hat oft einen süßlichen Geruch. Wenn du dich in der Natur bewegst, kannst du manchmal auch die Spuren der Wildschweine in der Nähe finden, was ein weiteres Zeichen für ihre Anwesenheit ist.

Wann ist die beste Zeit, um Wildschweinkot zu finden?

Die beste Zeit ist früh morgens oder spät abends. Wildschweine sind dämmerungsaktiv und hinterlassen oft Kot, wenn sie auf Nahrungssuche sind. Wenn du in den Wäldern von Bayern oder Nordrhein-Westfalen unterwegs bist, achte in diesen Zeiten besonders darauf!

Ist Wildschweinkot gefährlich für Menschen?

Nein, Wildschweinkot ist nicht direkt gefährlich für Menschen. Allerdings kann er Parasiten oder Krankheiten übertragen. Wenn du in der Natur bist, wasch dir immer die Hände, besonders nach dem Kontakt mit Erde oder Kot, um auf Nummer sicher zu gehen.

Wie unterscheidet man Wildschweinkot von anderen Tierspuren?

Wildschweinkot ist dicker und hat eine charakteristische Form. Im Vergleich zu Rehkot ist er größer und hat eine andere Konsistenz. Wenn du dir unsicher bist, schau dir auch die Umgebung an. Oft findest du auch die Spuren von Wildschweinen in der Nähe.

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