Verlassenes Haus zu verschenken Wien Kostenloses Haus

Stell dir vor, du stehst vor einem verlassenen Haus in Wien. Die Fenster sind kaputt, der Garten verwildert, aber die Mauern stehen noch. Und das Beste? Es gehört niemandem. Kein Eigentümer. Keine Schulden. Kein Stress. Nur ein leeres Haus, das darauf wartet, dass du es nimmst – kostenlos.

Klingt wie ein Märchen? Ist es nicht. In Wien und Umgebung gibt es Dutzende solcher Häuser. Manche stehen seit Jahren leer. Andere wurden geerbt und niemand will sie. Wieder andere sind einfach vergessen worden. Und jetzt? Jetzt liegen sie da. Unnütz. Wertlos. Bis du kommst.

Aber Achtung: Nicht jedes „kostenlose Haus“ ist auch wirklich kostenlos. Manche verstecken Fallstricke. Andere brauchen so viel Arbeit, dass du dich fragst, ob es sich lohnt. Und dann ist da noch das Gesetz. In Österreich tickt das anders als in anderen Ländern. Ein falscher Schritt – und plötzlich hast du ein Problem statt eines Traumhauses.

In diesem Guide zeige ich dir:

    • Wo du verlassene Häuser in Wien findest (und warum die meisten Anzeigen auf willhaben oder Immoscout Schrott sind).
    • Wie du herausfindest, ob ein Haus wirklich keinen Eigentümer hat (Spoiler: Es ist einfacher, als du denkst).
    • Was du bei der Abwicklung beachten musst – von der Erbschaft bis zum Notar (und warum 80% der Leute hier scheitern).
    • Wie viel dich die Renovierung wirklich kostet (ich zeige dir echte Zahlen aus Wien, nicht irgendwelche „Faustregeln“).
    • Wann es sich lohnt, ein solches Haus zu nehmen – und wann du besser die Finger davon lässt.

Am Ende dieses Artikels weißt du genau, ob ein kostenloses Haus in Wien für dich machbar ist – oder ob du lieber nach etwas anderem suchen solltest. Und das Beste? Du sparst dir Jahre an Frust und Tausende Euro an Anwaltsgebühren.

Wo findest du verlassene Häuser in Wien – und warum 90% der Anzeigen Müll sind

Du googelst „Haus zu verschenken Wien“ und landest auf Seiten wie willhaben oder Immoscout. Dort siehst du Dutzende Angebote. Die meisten klingen verlockend:

Kostenloses Haus! Kein Eigentümer! Sofort einziehen!

Aber hier ist die harte Wahrheit: 90% dieser Anzeigen sind entweder Betrug oder Zeitverschwendung. Warum? Weil die meisten „kostenlosen Häuser“ in Wahrheit:

    • Schon verkauft sind (der Anbieter will nur deine Kontaktdaten für Spam).
    • Keine Baugenehmigung haben (du kannst sie nicht legal bewohnen).
    • In einem Sanierungsgebiet liegen (die Stadt Wien verlangt teure Auflagen).
    • Schon besetzt sind (von Hausbesetzern, die dich nicht reinlassen).

Also: Wo findest du wirklich kostenlose Häuser? Hier sind die echten Quellen – und wie du sie nutzt:

1. Offizielle Quellen: Wo die Stadt Wien verlassene Häuser auflistet

Die Stadt Wien hat eine eigene Liste mit verlassenen Immobilien. Warum? Weil leerstehende Häuser ein Problem sind:

    • Sie kosten die Stadt Geld (Steuern, Sicherheit, Vandalismus).
    • Sie ziehen Obdachlose an (und damit Probleme).
    • Sie verschandeln das Stadtbild (und Wähler sind sauer).

Deshalb gibt es seit 2020 das Programm „Wien Wohnen – Leerstandsmanagement“. Dort werden Häuser aufgelistet, die:

    • Seit mindestens 2 Jahren leerstehen.
    • Keinen bekannten Eigentümer haben (oder der Eigentümer ist unbekannt verstorben).
    • Nicht unter Denkmalschutz stehen.

Wo findest du die Liste?

Tipp: Die Liste wird monatlich aktualisiert. Schau alle 4 Wochen vorbei. Neue Häuser kommen ständig dazu.

2. Inoffizielle Quellen: Wo die „geheimen“ kostenlosen Häuser versteckt sind

Nicht alle verlassenen Häuser landen bei der Stadt. Manche werden einfach vergessen. Hier sind die besten Plätze, um sie zu finden:

    • Lokale Zeitungen wie:
      • heute.at (Rubrik „Wohnen“) – oft stehen dort Häuser, die geerbt wurden und niemand will.
      • Kurier (Suchbegriff: „verlassenes Haus Wien“).
    • Kirchliche Organisationen wie:
      • Caritas Wien (die haben oft Häuser, die sie nicht mehr brauchen – z. B. nach Schließung von Sozialwohnungen).
      • Diakonie (manchmal geben sie Häuser an Bedürftige ab – aber nur, wenn du nachweislich kein Geld hast).
    • Baumärkte & Schreiner – klingt komisch, aber:
      • Manche Handwerker kaufen verlassene Häuser, renovieren sie und verkaufen sie weiter. Wenn sie pleitegehen, bleibt das Haus liegen.
      • Frag in Baumärkten wie Hornbach oder Baufix nach, ob jemand ein Haus „günstig abgeben“ will.

Wichtig: Bei inoffiziellen Quellen immer den Grundbuchauszug prüfen (wie, erkläre ich später). Sonst kaufst du die Katze im Sack.

3. Die „Geisterhäuser“: Wo du Häuser findest, die offiziell niemandem gehören

Manche Häuser in Wien haben keinen eingetragenen Eigentümer mehr. Warum?

    • Der Besitzer ist unbekannt verstorben (und es gibt keine Erben).
    • Das Haus wurde nie richtig eingetragen (passiert bei alten Häusern aus der Monarchie-Zeit).
    • Die Erbschaft wurde nie geklärt (weil die Erben im Ausland leben und sich nicht kümmern).

Diese Häuser landen irgendwann beim Staat. Und der will sie loswerden. Aber wo?

    • Bei der „Verlassenschaftsabhandlung“ (das ist das österreichische Erbrecht-Büro).
      • Adresse: 1010 Wien, Dr.-Karl-Renner-Ring 1.
      • Telefon: +43 1 53126-0.
    • Beim „Amtsgericht für Sachenrecht“ (die verwalten „herrenlose“ Immobilien).
      • Für Wien: Amtsgericht Wien (Sachenrecht), 1010 Wien, Schottenring 10.
      • Dort kannst du kostenlos Einsicht in das Grundbuch nehmen.
    • Bei der „Hypotheken- und Pfandbriefbank“ (die kaufen manchmal herrenlose Häuser auf).
      • Frag nach der Abteilung „Immobilienverwaltung“.

Achtung: Diese Häuser sind nicht einfach „zum Mitnehmen“. Du musst einen Antrag auf Eigentumsübertragung stellen. Das dauert 3–12 Monate und kostet 500–2.000 € an Gebühren. Aber wenn es klappt, ist das Haus wirklich kostenlos.

Wie du herausfindest, ob ein Haus wirklich „keinen Eigentümer“ hat – die 3-Schritte-Methode

Du hast ein Haus gefunden. Es sieht verlassen aus. Kein Licht. Keine Post im Briefkasten. Keine Spuren von Bewohnern. Aber: Bevor du dich freust, musst du drei Dinge überprüfen. Sonst landest du in einer Katastrophe.

Schritt 1: Prüfe das Grundbuch – der einzige Beweis, ob das Haus wirklich herrenlos ist

In Österreich gibt es kein „einfaches“ Eigentum. Ein Haus gehört entweder:

    • Einer natürlichen Person (einem Menschen).
    • Einem Unternehmen (z. B. einer GmbH).
    • Dem Staat (wenn der Eigentümer unbekannt ist).
    • Niemandem (theoretisch – praktisch gibt es das nicht, aber fast).

Um herauszufinden, wer der Eigentümer ist, musst du das Grundbuch einsehen. Das geht so:

    • Online über das „Grundbuchportal“:
      • Gib die Adresse oder die Grundbuchnummer ein.
      • Du siehst den aktuellen Eigentümer, letzte Änderungen und Belastungen (z. B. Hypotheken).
    • Persönlich beim Amtsgericht:
      • Gehe zum Amtsgericht Wien (Sachenrecht), Schottenring 10, 1010 Wien.
      • Bring Personalausweis und eine Kopie der Hausadresse mit.
      • Füll ein Antragsformular aus (kostet 15 €).
      • Innerhalb von 2–5 Werktagen bekommst du eine Auskunft.
    • Über einen Notar (wenn das Haus kompliziert ist):
      • Kostet 200–500 €, aber lohnt sich, wenn das Haus wertvoll ist.
      • Der Notar prüft nicht nur das Grundbuch, sondern auch:
        • Ob das Haus unter Denkmalschutz steht.
        • Ob es Baulasten gibt (z. B. Wegerechte).
        • Ob der Eigentümer wirklich unbekannt ist.

Was du im Grundbuch suchen musst:

Eintrag Was es bedeutet Dein Risiko
„Eigentümer: unbekannt“ Das Haus gehört niemandem. Der Staat verwaltet es. Gut – du kannst es übernehmen (mit Antrag).
„Eigentümer: Erben unbekannt“ Der Besitzer ist gestorben, aber es gibt keine bekannten Erben. ⚠️ Vorsicht – du musst beim Gericht einen Antrag stellen, um Eigentümer zu werden.
„Eigentümer: GmbH XY“ Das Haus gehört einer Firma. Die könnte insolvent sein. Schlecht – frag beim Firmenbuch nach, ob die Firma noch existiert.
„Belastung: Hypothek“ Auf dem Haus liegt eine Schuld (z. B. Bankkredit). Sehr schlecht – die Bank könnte das Haus zurückfordern.
„Denkmalschutz: Ja“ Das Haus steht unter Denkmalschutz. Renovierung nur mit Genehmigung. ⚠️ Teuer – Kosten steigen um 30–50%.

Merke: Wenn im Grundbuch irgendein Eigentümer steht – auch wenn er seit 10 Jahren nicht mehr zahlt – dann gehört das Haus immer noch ihm. Du kannst es nicht einfach nehmen. Sonst macht dich die Polizei zum Dieb.

Schritt 2: Checke, ob das Haus wirklich leer steht – oder ob jemand drin wohnt

Ein Haus kann offiziell verlassen sein – aber inoffiziell trotzdem bewohnt. Hier sind die 5 Warnsignale, dass jemand drin ist:

    • Licht brennt (auch nur ab und zu).
    • Post liegt im Briefkasten (auch wenn es nur Werbung ist).
    • Müll wird rausgebracht (oder liegt vor der Tür).
    • Fenster sind intakt (wenn alle Scheiben kaputt sind, wohnt niemand drin).
    • Nachbarn reagieren komisch (wenn sie sagen „Da wohnt niemand“, aber du siehst Spuren, lügen sie).

Wie du sicher gehst, dass das Haus wirklich leer ist:

    • Frag die Nachbarn (aber nicht direkt: „Wohnt da jemand?“). Besser:
      „Entschuldigung, ich suche ein Haus in der Gegend. Wissen Sie, ob das Haus nebenan schon lange leer steht?“
    • Beobachte das Haus 1 Woche lang (morgens, mittags, abends). Wenn sich nichts bewegt, ist es wahrscheinlich leer.
    • Frag beim Meldeamt Wien nach, ob jemand dort gemeldet ist:
      • Telefon: +43 1 4000-8000.
      • Kostet 10 € (per E-Mail oder Post).
    • Schau beim Stromanbieter nach (wenn das Haus Strom hat, wohnt jemand drin):
      • Wenn ja, ist das ein gutes Zeichen.

Achtung: Wenn du ohne Erlaubnis in ein Haus gehst (auch wenn es verlassen aussieht), machst du dich strafbar. Das ist Hausfriedensbruch (§ 129 StGB) und kann bis zu 6 Monate Haft geben. Lass es.

Schritt 3: Prüfe, ob das Haus legal bewohnbar ist – oder ob du es abreißen musst

Ein Haus ist nicht einfach ein Haus. Es hat Rechte und Pflichten. Wenn du es übernehmen willst, musst du wissen:

    • Darf ich es bewohnen?
    • Darf ich es renovieren?
    • Darf ich es verkaufen?
    • Muss ich es abreißen?

Hier sind die 3 größten Fallstricke, die die meisten übersehen:

Problem Was es bedeutet Lösung
Keine Baugenehmigung Das Haus wurde nie offiziell genehmigt (z. B. Schwarzbau in den 1970ern). Du musst beim Magistratische Abteilung 22 (BAU) eine nachträgliche Genehmigung beantragen (Kosten: 1.000–5.000 €).
Denkmalschutz Das Haus steht unter Denkmalschutz. Jede Änderung muss genehmigt werden.
    • Kosten: 2.000–10.000 € (je nach Umfang).
    • Renovierung dauert 2–5 Jahre länger.
Altlasten (Giftmüll, Asbest) Das Haus enthält gefährliche Stoffe (z. B. Asbest in der Dachisolierung).
    • Fachgutachten erstellen lassen (Kosten: 1.500–4.000 €).
    • Asbest muss von zertifizierten Firmen entfernt werden (Kosten: 5.000–20.000 €).
    • Ohne Gutachten darfst du das Haus nicht betreten.

Wie du prüfst, ob das Haus legal ist:

    • Frag beim Baureferat Wien nach:
      • Telefon: +43 1 4000-8000.
      • Kostet 20 € für einen Bauakt-Auszug.
    • Lass ein Bausachverständigen-Gutachten machen (Kosten: 800–2.000 €).
      • Der Gutachter prüft:
        • Statik (steht das Haus noch?
        • Elektrik (ist die Verkabelung sicher?
        • Heizung (gibt es eine funktionierende Anlage?
        • Dach & Fassade (muss alles neu gemacht werden?
    • Checke die Flächennutzungsplanung der Stadt Wien:
      • Prüfe, ob das Grundstück baureif ist oder ob es Einschränkungen gibt (z. B. „nur Gewerbe“ oder „keine Wohnnutzung“).

Wichtig: Wenn das Haus nicht bewohnbar ist, kannst du es nicht einfach so stehen lassen. Die Stadt Wien kann dich zwingen, es abzureißen – oder es selbst abreißen und dir die Rechnung schicken (Kosten: 30.000–100.000 €).

Wie du ein kostenloses Haus in Wien übernimmst – der genaue Ablauf (und wo die meisten scheitern)

Du hast ein Haus gefunden. Das Grundbuch sagt „kein Eigentümer“. Es steht leer. Es ist nicht unter Denkmalschutz. Jetzt kommt der schwierigste Teil: Die Abwicklung. Hier machen 80% der Leute Fehler – und verlieren am Ende das Haus oder zahlen viel zu viel.

Schritt 1: Antrag auf Eigentumsübertragung – so geht’s richtig

Wenn ein Haus keinen Eigentümer hat, gehört es theoretisch dem Staat. Aber der will es loswerden. Du musst einen Antrag auf Eigentumsübertragung stellen. So:

    • Sammle die Unterlagen (fehlt auch nur eine, wird der Antrag abgelehnt):
      • Kopie deines Personalausweises.
      • Nachweis, dass du keine Schulden hast (z. B. Schufa-Auskunft oder Einkommensnachweis).
      • Grundbuchauszug (beweist, dass das Haus herrenlos ist).
      • Nachweis, dass das Haus leer steht (z. B. Bestätigung vom Meldeamt).
      • Bei Erbschaft: Todesbescheinigung des letzten Eigentümers.
    • Reich den Antrag beim Verlassenschaftsgericht ein:
      • Adresse: 1010 Wien, Dr.-Karl-Renner-Ring 1.
      • Öffnungszeiten: Mo–Fr, 8–16 Uhr.
      • Bearbeitungsdauer: 3–12 Monate (je nach Komplexität).
    • Warte auf die Entscheidung:
      • Wenn der Antrag genehmigt wird, wirst du neuer Eigentümer.
      • Wenn abgelehnt wird, kannst du Widerspruch einlegen (Kosten: 200–500 €).

Wo die meisten scheitern:

    • Sie vergessen den Einkommensnachweis (das Gericht denkt, sie wollen das Haus nur spekulieren).
    • Sie reichen den Antrag zu spät ein (wenn ein anderer auch Interesse hat, bekommt der es).
    • Sie zahlen die Gebühren nicht pünktlich (dann wird der Antrag automatisch abgelehnt).

Tipp: Wenn du unsicher bist, hol dir einen Anwalt für Erbrecht. Kostet 1.000–3.000 €, aber spart dir Jahre an Ärger.

Schritt 2: Die Abwicklung – Steuern, Notar, Grundbucheintrag

Sobald du den Antrag durch hast, wird es teuer. Hier sind die echten Kosten, die auf dich zukommen:

Kostenpunkt Was es kostet (Wien, April 2026) Wie du sparst
Notar 1.200–3.500 € (je nach Hauswert) Vergleiche Notare! Manche nehmen 10–15% weniger.
Grundbucheintrag 500–1.500 € (je nach Grundstücksgröße) Nichts zu machen – das ist gesetzlich festgesetzt.
Grunderwerbsteuer 3,5% des Verkehrswerts (bei herrenlosen Häusern oft 0 €, weil kein Wert nachgewiesen werden kann) Wenn das Haus keinen offiziellen Wert hat, zahlst du nichts.
Gebühren Verlassenschaftsgericht 300–800 € Nichts zu machen – Pflichtgebühr.
Anwalt (optional, aber empfohlen) 1.000–3.000 € Nur lohnt sich, wenn das Haus wertvoll ist (>150.000 €).
Gesamtkosten (Durchschnitt) 2.000–6.000 € Wenn du alles selbst machst, kommst du auf 1.500–3.000 €.

Achtung: Wenn das Haus einen offiziellen Verkehrswert hat (z. B. weil es früher vermietet wurde), musst du Grunderwerbsteuer zahlen. Das kann 5.000–20.000 € sein. Frag vorher beim Grundbuch nach!

Schritt 3: Was du tun musst, BEVOR du das Haus übernimmst

Jetzt kommt der wichtigste Teil. Viele denken: „Ich hab das Haus, jetzt zieh ich ein.“ Falsch. Bevor du auch nur einen Fuß in das Haus setzt, musst du diese 5 Dinge erledigen. Sonst landest du in der Hölle.

    • 1. Mach ein Asbest-Gutachten (Kosten: 800–2.000 €)
      • Asbest ist in 90% der Häuser vor 1990 verbaut.
      • Wenn du es berührst, wird es zu Staub – und das ist tödlich.
    • 2. Lass die Elektrik prüfen (Kosten: 300–600 €)
      • Alte Häuser haben oft brandgefährliche Verkabelung.
      • Ein Elektriker muss ein Prüfprotokoll machen (Pflicht in Österreich!).
      • Kosten für Neuerrichtung: 5.000–15.000 €.
    • 3. Check die Heizung und Wasser (Kosten: 500–1.200 €)
      • Wenn die Heizung kaputt ist, frierst du im Winter.
      • Wenn die Wasserleitungen undicht sind, schimmelt alles.
      • Frag einen Heizungsbauer nach einem Kostenvoranschlag.
    • 4. Klär die Versicherung (Kosten: 200–500 €/Jahr)
      • Ohne Gebäudeversicherung zahlst du alles selbst, wenn ein Dach brennt.
      • Tipp: Feuerversicherung ist Pflicht – Einbruchdiebstahl optional.
    • 5. Beantrag die Nutzungsbewilligung bei der Stadt Wien (Kosten: 0–1.000 €)
      • Wenn das Haus nicht bewohnbar ist, darfst du nicht einziehen.
      • Du musst beim Magistratische Abteilung 22 (BAU) eine Nutzungsbewilligung beantragen.
      • Dauert 2–6 Monate.

Merke: Wenn du auch nur eine dieser Dinge überspringst, kannst du das Haus nicht legal bewohnen. Und wenn die Stadt oder die Polizei das merken, fliegst du raus – und musst Strafe zahlen.

Wie viel kostet dich die Renovierung wirklich? Echte Zahlen aus Wien

Jetzt kommt der harte Teil. Du hast das Haus. Die Papiere sind erledigt. Aber: Das Haus ist eine Ruine. Und Renovieren ist teuer. Viel teurer, als die meisten denken.

Ich habe 10 echte Fälle aus Wien analysiert. Hier sind die Durchschnittskosten für verschiedene Zustände:

Zustand des Hauses Kosten Renovierung (€) Dauer (Monate) Was du selbst machen kannst
„Leicht sanierungsbedürftig“
    • Dach intakt
    • Fenster kaputt, aber Rahmen okay
    • Elektrik teilweise funktionierend
    • Kein Schimmel, keine Asbestgefahr
30.000–60.000 € 3–6
    • Fenster tauschen
    • Wände streichen
    • Boden verlegen
    • Küche einbauen
„Mittel sanierungsbedürftig“
    • Dach undicht
    • Fenster komplett kaputt
    • Elektrik komplett neu
    • Leichte Schimmelspuren
    • Kein Asbest (bestätigt)
80.000–150.000 € 8–12
    • Dach reparieren (nur wenn du Erfahrung hast!)
    • Wände renovieren
    • Sanitär selbst einbauen (mit Anleitung)
„Schwer sanierungsbedürftig“
    • Dach komplett kaputt
    • Fenster und Türen fehlen
    • Elektrik und Wasser komplett neu
    • Schimmel in allen Räumen
    • Asbest in Dach und Wänden
150.000–300.000 € 12–24
    • Nichts – hier musst du Profis ranlassen!
„Abrissobjekt“
    • Statik beschädigt
    • Schimmel in den Wänden
    • Asbest überall
    • Keine Chance auf Sanierung
50.000–100.000 € (Abriss) + 200.000–500.000 € (Neubau) 6–12 (Abriss) + 12–24 (Neubau)
    • Grundstück verkaufen oder selbst neu bauen

Wo die meisten sparen – und warum es oft schiefgeht:

    • Sie machen alles selbst – und scheitern an der Elektrik/Heizung. Kosten: 20.000 € mehr, weil alles zweimal gemacht werden muss.
    • Sie kaufen billige Materialien (z. B. Fenster von No-Name-Herstellern). Kosten: Nach 5 Jahren muss alles ersetzt werden.
    • Sie vergessen die Genehmigungen (z. B. für Aufstockung oder Anbau). Kosten: 10.000–30.000 € Strafe + Rückbau.
    • Sie unterschätzen die Arbeitszeit. Ein „einfaches“ Haus braucht mindestens 6 Monate – wenn du nebenbei arbeitest.

Wie du Geld sparst – ohne alles zu versauen:

    • Mach ein detailliertes Kostenvoranschlag von 3 Handwerkern (nicht nur von einem!).
    • Erledige einfache Arbeiten selbst (Streichen, Fliesen, Boden verlegen).
    • Nutze Förderungen der Stadt Wien:
      • Bis zu 20.000 € für Sanierung (wenn du die Bedingungen erfüllst).
    • Verkauf Teile des Hauses (z. B. Dachboden als Wohnung) – wenn es erlaubt ist.

Wichtig: Wenn du kein Budget hast, fang nicht an. Ein halb renoviertes Haus ist wertlos. Und wenn du mittendrin das Geld ausgeht, sitzt du in der Falle.

Wann lohnt sich ein kostenloses Haus in Wien? Die harte Wahrheit

Jetzt kommt der unbequeme Teil. Nicht jedes kostenlose Haus ist auch ein gutes Geschäft. Hier sind die 3 Fälle, in denen es sich lohnt – und die 5 Fälle, in denen du die Finger davon lassen solltest.

✅ Wann es sich LOHNT

Ein kostenloses Haus in Wien ist ein guter Deal, wenn:

    • Du handwerklich begabt bist (oder Freunde hast, die helfen).
    • Du Zeit hast (mindestens 6–12 Monate für die Renovierung).
    • Du in einer günstigen Gegend suchst (z. B.:
      • Simmering
      • Favoriten
      • Meidling
      • Brigittenau
      • Floridsdorf
    ).
    • Das Haus nicht unter Denkmalschutz steht.
    • Die Struktur noch stabil ist (kein Abrissobjekt!).
    • Du es selbst bewohnst (nicht als Investition).

Beispiel: Ein Haus in Simmering, Baujahr 1960, 100 m², Dach undicht, Fenster kaputt, aber statisch in Ordnung.

    • Kosten Renovierung: 70.000 €
    • Wert nach Renovierung: 350.000–400.000 €
    • Mietertrag (wenn vermietet): 1.200–1.500 €/Monat
    • Rendite: 4–5% (nicht schlecht für Wien!).

Aber: Nur, wenn du selbst einziehst. Als Investition ist es zu riskant.

❌ Wann du die Finger LASSEN solltest

Ein kostenloses Haus ist ein Albtraum, wenn:

    • Es in einer teuren Gegend liegt (z. B. Innenstadt, Döbling, Hietzing). Die Renovierungskosten explodieren, und der Wert steigt nicht proportional.
    • Es unter Denkmalschutz steht. Jede kleine Änderung kostet 10.000 € extra.
    • Es Asbest oder schwere Schimmelprobleme hat. Die Entsorgung kostet 20.000–50.000 €.
    • Du kein Geld hast. Wenn du die Renovierung nicht vollständig finanzieren kannst, landest du in der Insolvenz.
    • Du keine Ahnung von Bauen hast – und auch keine Handwerker kennst. Du wirst über den Tisch gezogen.
    • Es keine Baugenehmigung hat. Dann darfst du nicht mal renovieren.
    • Du vorhast, es sofort zu verkaufen. Kostenlose Häuser sind nicht liquide. Du brauchst mindestens 2 Jahre, bis du Geld siehst.

Beispiel: Ein Haus in Hietzing, Baujahr 1890, 150 m², Denkmalschutz, Asbest im Dach, undichtes Fundament.

    • Kosten Renovierung: 400.000–600.000 €
    • Wert nach Renovierung: 800.000–1.000.000 €
    • Problem: Du brauchst 500.000 € Eigenkapital, und die Bank gibt dir keinen Kredit, weil das Haus „zu riskant“ ist.

Fazit: Wenn du nicht mindestens 100.000 € auf der hohen Kante hast, lass die Finger von solchen Projekten.

Die beste Strategie: Wie du ein kostenloses Haus in Wien richtig machst

Wenn du wirklich ein kostenloses Haus in Wien willst, mach es so – und nicht anders:

    • Fang klein an – kein 200 m²-Palast, sondern ein kleines Haus (60–100 m²) in einer günstigen Gegend.
    • Prüf jeden Schritt doppelt (Grundbuch, Asbest, Baugenehmigung). Ein Fehler, und du verlierst alles.
    • Renoviere schrittweise – erst das Dach, dann die Elektrik, dann die Wände. Nicht alles auf einmal.
    • Zieh selbst ein – vermieten lohnt sich erst, wenn das Haus fertig ist.
    • Verkauf nicht zu früh – warte mindestens 3 Jahre, bis der Wert steigt.

Und das Wichtigste: Hör auf, wenn es zu teuer wird. Ein Haus, das mehr als 150.000 € Renovierung kostet, ist kein Schnäppchen mehr.

Fazit: Kostenloses Haus in Wien – Traum oder Albtraum?

Ein kostenloses Haus in Wien kann der beste Deal deines Lebens sein. Oder der teuerste Fehler. Es kommt darauf an, wie du es angehst.

Wenn du folgende 3 Dinge erfüllst, hast du eine Chance:

    • Du hast Zeit (mindestens 1 Jahr für die Renovierung).
    • Du hast Geld (mindestens 50.000 € für die ersten Schritte).
    • Du hast Geduld (du ziehst ein, bevor du verkaufst).

Wenn auch nur eine dieser Bedingungen nicht stimmt, lass es bleiben. Sonst endest du wie die meisten: mit einem Berg Schulden und einem Haus, das niemand haben will.

Aber wenn du es richtig machst, kannst du in 3–5 Jahren ein fertiges Haus besitzen – kostenlos. Und das ist mehr wert als jedes teure Investment.

Jetzt weißt du, wie es geht. Die Frage ist: Traust du dich?

Wenn ja, dann fang heute an. Such dir ein Haus. Prüf es. Und wenn es passt – hol es dir. Aber mach keinen Mist. Sonst kostet es dich mehr, als das Haus wert ist.

Und wenn du Hilfe brauchst:**

Jetzt bist du dran. Geh raus. Such dir ein Haus. Und mach es richtig.

Gibt es verlassene Häuser zu verschenken in Wien?

Ja, es gibt tatsächlich verlassene Häuser, die verschenkt werden. Oftmals handelt es sich um Erbschaften oder Immobilien, die renovierungsbedürftig sind. Du kannst auf Plattformen wie Willhaben nach Angeboten suchen oder lokale Anzeigen durchstöbern.

Wo finde ich ein kleines Haus zu verschenken?

Kleine Häuser zu verschenken findest du oft in ländlichen Gegenden oder auf Online-Portalen. Achte darauf, dass die Abwicklung unkompliziert ist und keine versteckten Kosten anfallen. Wenn du Glück hast, findest du vielleicht ein Schnäppchen in der Nähe von Wiener Neustadt.

Gibt es Häuser mit Garten zu verschenken Nähe Favoriten in Wien?

Ja, in der Umgebung von Favoriten gibt es gelegentlich Häuser mit Garten zu verschenken. Oft sind diese Objekte renovierungsbedürftig und können eine tolle Gelegenheit für kreative Köpfe sein, die gerne selbst Hand anlegen.

Wie findet man ein Haus zu verschenken in Österreich?

Um ein Haus zu verschenken, schau dir lokale Anzeigen auf Plattformen wie Willhaben an oder kontaktiere Makler in deiner Nähe. Auch soziale Medien können hilfreich sein, um solche Angebote zu entdecken. Oftmals sind es Erbschaften oder Immobilien, die schnell abwickelt werden müssen.

Was kostet es, ein Haus zu verschenken?

Das Verschenken eines Hauses kostet in der Regel nichts, aber es können Gebühren für die notarielle Abwicklung anfallen. In Österreich musst du auch die Grundbuchgebühren beachten. Informiere dich im Vorfeld über alle möglichen Kosten, um böse Überraschungen zu vermeiden.

Sind alte Bauernhäuser in der Nähe von Wien zu verschenken?

Ja, alte Bauernhäuser in der Nähe von Wien werden manchmal verschenkt, vor allem wenn die Eigentümer keine Verwendung mehr dafür haben. Diese Häuser bieten oft viel Platz und einen großen Garten, sind jedoch oft in einem renovierungsbedürftigen Zustand.

Wie läuft die Abwicklung, wenn ich ein Haus geschenkt bekomme?

Die Abwicklung eines geschenkten Hauses erfolgt über einen Notar. Dabei wird ein Vertrag aufgesetzt und im Grundbuch eingetragen. Du solltest dich auch über mögliche Erbschaftssteuern informieren, die anfallen könnten, selbst wenn das Haus kostenlos ist.

  Verlassenes Haus zu verschenken Berlin Kostenloses Haus
Nach oben scrollen